Maximale Reduktion

“Ich kann immer wählen, aber ich muss mir bewusst sein, dass ich, wenn ich nicht wähle, dennoch wähle.”Jean-Paul Sartre Man kann es kaum überbetonen. Zuviel macht aus unserem Leben weniger. Zwangsläufig, unaufhaltsam, ja und eigentlich auch grausam. Das Mehr liegt im Weniger. Wer das nicht kapiert, dem ist nicht zu helfen – ja, und ich weiss, dass damit die Hälfte der Bevölkerung unaufhaltsam für die Fülle verloren ist, denn welche Frau widersteht schon den Versuchungen einer schicken Boutique. Genau: Keine.

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Chardonnay – Entschlossen locker

Wir lassen nicht, was nichts für uns tut. Und wir tun nicht, was wir tun wollten. Vielmehr finden wir uns zuweilen in Zuständen wieder, die eher einem Gefühl von: “Ich sollte wollen” gleichen. Das allerdings funktioniert nicht. Wer lebt, der lebt. Und je mehr wir tun, was zu tun ist, Umwege meiden und den direkten Weg nehmen, desto besser fühlen wir uns. Damit das geschehen kann, brauchen wir einen Plan. Und zwar einen, in dem wir der Held der Geschichte

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Pollen

29/07/2001 – Archiv Das Aufstehen fällt nicht immer leicht. Mal ist es etwas einfacher, mal schwieriger. Insgesamt konfrontiert es uns jeden Tag aufs Neue mit der unbewussten Frage: Wie viel Lust hab ich eigentlich gerade aufs Leben. Und wenn da nicht schon mal einer gewesen wäre, damals, vor langer Zeit, wir erinnern uns, der es uns vorgemacht hat, das Auferstehen, wer weiß. Vielleicht hätten wir gar keine Kraft, es jeden Morgen aufs Neue zu versuchen. Oft reichen schon die ersten

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Alles ist eitel

25/07/2001 – Archiv „Die Eitelkeit ist eine Behinderung“, dachte ich gestern abend, als ich so die Straße hinunterschlenderte. Und wie viele Gesichter sie hat. Eine Verwandlungskünstlerin. Und wie herrlich sie den Menschen in sich selbst behindert, diese merkwürdige Lust, zu gefallen. Gefällt man denn nicht automatisch, wenn man sich nur selbst ein bisschen mag?” Ich war zugegeben verwirrt. Da standen sie, die Teenies, lässig die Zigarette im Mundwinkel, coole Sprüche klopfen, ganz en vogue. Es wurde gepierct, gestanden, gejubelt, gestikuliert.

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Ferrari

Archiv – 22/07/2001 Es war einer jener Sonntagnachmittage, an denen man keine rechte Lust verspürt, Freunde zu treffen und an denen einem zudem allerdings auch die eigene Gesellschaft nicht so recht taugen will. Ich hatte keine Pläne und wenn ich welche hatte, dann erstreckte sich die Planung auf die nächsten Minuten, die nächste Stunde – weiter nicht. Aber wie so oft, immer dort, wo man es am wenigsten erwartet, lauerte die Erlösung in einer Kurve, hinter der ich sie gerade

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